Wie läuft ein Blower-Door-Test ab?

Für die Messung der Luftdichtheit bzw. Luftdurchlässigkeit eines Gebäudes oder eines Gebäudeteils hat sich international das Differenzdruckverfahren durchgesetzt. Dabei wird ein Ventilator in der Regel mit Hilfe einer Plane und einem flexiblen Rahmen luftdicht in eine Fenster- oder Türöffnung eingebaut. Je nach Drehrichtung des Ventilators wird zwischen dem Inneren des Gebäudes und der Außenluft eine Druckdifferenz in Form eines Über- oder Unterdruckes erzeugt. Damit diese Druckdifferenz aufrecht erhalten werden kann, muss der Ventilator laufend eine bestimmte Luftmenge fördern, deren Größenordnung von den Undichtigkeiten (Leckagen) in der Gebäudehülle abhängt.

Der bei einer bestimmten Druckdifferenz ermittelte Leckagestrom kann zu unterschiedlichen Bezugsgrößen (z.B. Innenvolumen) ins Verhältnis gesetzt werden. Die sich daraus ergebenden Kenngrößen (z.B. Luftwechselrate bei 50 Pa) können mit den zulässigen Grenzwerten aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) oder der DIN 4108-7 verglichen werden. Wie im Detail eine Messung durchzuführen ist, regelt die DIN EN 13829. Auch ein im Rahmen der EnEV durchzuführender Dichtheitsnachweis basiert auf dieser Norm.

 

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